Das Projekt "GoingVis"

Wie kann zukünftig mit extremen Hitzeereignissen besser umgegangen werden?

Das Projekt „GoingVis – Mit kühlem Kopf in heiße Zeiten“ möchte dazu beitragen, dass Städte und ihre Bewohner*innen widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel werden. Im Projekt erarbeiten Bürger*innen in den Städten gemeinsam konkrete Klimaanpassungsmaßnahmen.

In einigen deutschen Großstädten liegen bereits Strategien zur Anpassung an Klimaveränderungen vor. Bestehende Anpassungsmaßnahmen fokussieren bislang vor allem planerische und technologische Maßnahmen von gebauter Umwelt und Infrastrukturen, wie z.B. die Begrünung von Fläche oder Maßnahmen zur (verbesserten) Wassergewinnung und -speicherung. Im Vergleich dazu wurden soziale und verhaltensbasierte Maßnahmen und kleine Städte in der Adaptationsforschung und bei der Entwicklung von Anpassungspolitiken bisher nur wenig adressiert. Zugleich haben diese Städte oftmals geringere Kapazitäten große bauliche Vorhaben umzusetzen.

Das Ziel von GoingVis ist es, in deutschen Kleinstädten Zukunftsbilder offenzulegen und Ideen für gemeinsame Anpassungspraktiken im Kontext Hitze zu entwickeln und auszuprobieren.

Um Klimaanpasssung effektiv zu gestalten, ist die Berücksichtigung lokaler Besonderheiten und unterschiedlichen Wissensbestände essentiell. Wichtig ist, dass ein Umfeld geschaffen wird, in dem viele Stimmen der Stadt sprechen und sich einbringen können. So kann an das lokale Wissen, die lokalen Bedürfnisse und Konflikte angeknüpft werden.

Veröffentlichungen:

Jacob, K., John, B., Mitchell, N. 2022: Mit kühlem Kopf in heisse Zeiten”: Kleinstädte und ihre Bürgerinnen und Bürger Gemeinsame Wege zur Hitzeresilienz. In: DStGB/DIFU (Hrsg.) Hitze, Trockenheit und Starkregen. Klimaresilienz in der Stadt der Zukunft, Link.

Zahrnt, D., Tolk, J., Mitchell, N. 2022: „GoingVis- Erfahrungs- und teilhabeorientierte Klimaanpassung in Kleinstädten“, Bipar (Berlin Institut für Partizipation), Link.

Mitchell, N.; Teebken, J., Jacob, K. 2022: „Experimentelle Klimawandelanpassung mit Bürger*innen – Fazit für Forschung und Entwicklung“. In: DIFU/ISOE/Groeschel Branding (Hrsg.) Reallabore urbaner Transformation. Methoden, Akteure und Orte experimenteller und ko-produktiver Stadtentwicklung am Beispiel der BMBF-Zukunftsstadtforschung, Link.

Mitchell, N.; Teebken, J., Jacob, K. 2022: „Reallabore – Chance oder Überforderung für kleine Städte?“, In: DIFU/ISOE/Groeschel Branding (Hrsg.) Reallabore urbaner Transformation. Methoden, Akteure und Orte experimenteller und ko-produktiver Stadtentwicklung am Beispiel der BMBF-Zukunftsstadtforschung, Link.

Mitchell, N.; Teebken, J., Jacob, K. 2022: „Vom Reallabor zur Klimawandel-Plattform – Infrastruktur für die Zukunft der Kleinstadt“, In: DIFU/ISOE/Groeschel Branding (Hrsg.) Reallabore urbaner Transformation. Methoden, Akteure und Orte experimenteller und ko-produktiver Stadtentwicklung am Beispiel der BMBF-Zukunftsstadtforschung, Link.

Mitchell, N., Teebken, J., Heimann, T. und Jacob, K. (fc.): "Social Adaptation Practices to Climate Change: A novel approach to fostering resilience of local populations". American Meteorological Society (AMS), Weather Climate and Society.

Teebken, J., Mitchell, N. und Jacob, K. (fc).: "Benachteiligt und verwundbar? Zur Teilhabe stiller Gruppen in kleinstädtischen Klimawandelanpassungsprozessen."